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Dornröschen

Dornröschen
Dornröschen

Dornröschen

Wiederaufnahme

Musik: Peter I. Tschaikowsky
Musikalische Leitung: Wolfgang Ott
Kostüm: Carmen Maria Salomon
Bühnenbild: Kaspar Zwimpfer
Dramaturgie: Stefan Ulrich
Licht: Jürgen Zoch
Dauer: 2h 30
 

In seinem drittem Ballettklassiker, dem sich Thoss gewidmet hat ist Ausgangspunkt und zentrales Thema: der unerfüllte Kinderwunsch des Königspaares und dessen Verstrickung mit der subtilen Figur des Frosches.
Ein wichtiges und geheimnisvolles Symbol ,im Märchen, dass in der gleichnamigen Fabel als Eingangssequenz immer seinen Platz hat; doch in der traditionellen Ballettversion unbeachtet bleibt. Der Frosch, der in dieser Version zwischen Realität und Fiktion reist, stiftet Verwirrung bei der Erfüllung des Kinderwunsches und gibt diesem Stück seine eigenes Gesicht auch im späteren Verhältnis zum Dornröschen.

Das Königspaar (eindringlich getanzt von Sandro Westphal und Emilia Giudicelli) liebt sich zwar innig, aber der Nachwuchs bleibt aus. Bis ein dämonisches Wesen (fulminant: Yuki Mori) sich im Duett mit der Königin betätigt. Das passt überraschend gut zur Musik.
Es geht um Dornröschens Erwachsenwerden (…), ein wildes, lustiges Mädchen, das Ina Brütting mit Verve und Liebreiz ausstattet. Auch da ist, wie bei ihrer Zeugung, der Blick aus den Fenstern der Wohnzimmerkulisse (Bühne Kaspar Zwimpfer) schicksalhaft, während hinter den Rücken Unerwartetes geschieht – ein gutes Bild für das Bewusstes und Unbewusstes, wie Thoss überhaupt in seiner genau gearbeiteten Interpretation Bühne, Licht, Requisiten und Mimik mit der ihm eigenen Sorgfalt einsetzt, inklusive der gelungenen Kostüme (Carmen Maria Salomon).   
Frankfurter Allgemeine Zeitung