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Deutscher Theaterpreis DER FAUST: Zweifache Nominierung für „Blaubarts Geheimnis“

26 Okt

Deutscher Theaterpreis DER FAUST: Zweifache Nominierung für „Blaubarts Geheimnis“

Zum sechsten Mal wird im November 2011 der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Die Akademie der Darstellenden Künste zeichnet in unterschiedlichen Kategorien und Sparten Künstler aus, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist.
Der Ballettabend „Blaubarts Geheimnis“ ist gleich doppelt nominiert: Stephan Thoss in der Kategorie Beste Choreografie und der Tänzer Giuseppe Spota in der Rolle des Blaubart als Bester Darsteller Tanz. Die Bekanntgabe der Preisträger und Preisverleihung findet am 5. November 2011 in der Oper Frankfurt statt. Thoss gehört bereits zum Kreis der Faust-Preisträger, seit 2007 „Giselle M.“ als beste Choreografie ausgezeichnet wurde.

Blaubarts Geheimnis, ein Abend, der Publikum, Presse und Auswahljury nachhaltig beeindruckte. „Stephan Thoss lüftet Blaubarts Geheimnis in Wiesbaden – Jubelsturm für Ideenreichtum und Energie“ schrieb das Darmstädter Echo zur Premiere. Mit dem Schauermärchen-Stoff des Blaubart erzählt Thoss das uralte und ewig neue Spiel der Liebe von Frau und Mann. Ein Paar entscheidet sich füreinander: Blaubart und Judith. Die Deutsche Bühne berichtete: „Die Blaubart-Geschichte dient dabei nur zur Metapher, mittels der Thoss feinsinnig von den Irrungen und Wirrungen der Liebe erzählen kann, von Schuld, Vergangenheitsschmerz und der Kraft zweier Menschen, sich dennoch eine neue, gemeinsame Zukunft zu formen. Nicht nur technisch brilliert Thoss’ Ballettensemble. Auch erfreut es mit einer Ausdrucksstärke voll subtiler Gesten, unkonventionell, erfrischend. Am Ende liegen Judith und Blaubart übereinander, vereint – auf dem Rücken. Nach dieser Art von Tanztheater kann man süchtig werden.“

In der Rolle des Blaubart ist der Wiesbadener Tänzer aus Italien Giuseppe Spota als „Bester Darsteller Tanz“ nominiert. Seine Tanzausbildung hat er u.a. an der Scuola del Balletto di Toscana absolviert. Er tanzte beim Balletto di Roma, in Mauro Bigonzettis ATERBALLETTO und zuletzt in Stuttgart bei der Gauthier Dance Company, bevor er zur vergangenen Spielzeit zu Stephan Thoss und dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden kam. Vom ersten Moment an, so Giuseppe Spota, habe er es geliebt, Blaubarts Charakter zu verkörpern und mit der Rolle zu spielen. Der Blaubart in der Sichtweise von Thoss hat für ihn etwas ganz Besonderes: Er ist ein wilder Mann ohne jede Moral, aber hinter all seiner Brutalität versteckt sich ein Geheimnis, das seine Frau Judith erst mit dem Öffnen der letzten Tür entdeckt. „Während des 2. Teils öffnen wir mehrere Türen, jede Öffnung offenbart Judith immer tiefere und geheimere Details über den Mann, den sie liebt. So musste ich in jeder einzelnen Bewegung eine ganze Reihe von Gemütszuständen kanalisieren, um die Geschichte des Blaubart und seine große Veränderung darzustellen und zu tanzen.“

Im Staatstheater Wiesbaden nur noch drei Mal zu sehen: 9. und 19. November sowie 8 Dezember um 19.30 Uhr im Großen Haus!